Willkommen bei Charme& Chaos...Echt jetzt?

Schön, dass du da bist.

 

Vielleicht bist du hier gelandet, weil dein Kopf manchmal lauter ist als der Rest der Welt.

Weil du dich fragst, warum das Leben sich für andere leichter anfühlt.

Oder weil du weißt, dass da mehr ist – mehr Tiefe, mehr Gedanken, mehr Gefühl.

 

Hier geht es nicht um Perfektion.

Hier geht es um das Echte. Um die Zwischentöne. Um das Glitzern mitten im Chaos.

 

Ich schreibe, weil ich fühle.

Ich teile, weil ich glaube, dass unsere Geschichten Menschen verbinden.

Und ich glaube daran, dass wir gemeinsam wachsen – mit jedem ehrlichen Satz, jeder Träne, jedem befreienden Lachen.

 

Dieser Blog ist für alle, die denken, sie sind zu viel.

Oder nicht genug.

Für alle, die schon oft gefallen sind – und trotzdem jeden Morgen wieder aufstehen.

Für alle, die ihre Narben nicht verstecken, sondern daraus Glitzer machen.

 

Fühl dich gesehen. Fühl dich verstanden.

Fühl dich herzlich willkommen.

In meiner kleinen Welt voller Charme, Chaos und echtem Jetzt.

Was dich demnächst noch erwartet:

Wie mein Lieblingsmensch Teil unserer Familie wurde

Wird 30. November 2025 um 10:00 veröffentlicht

Spezialinteressen-Hopping – Warum mein Gehirn keine Hobbys hat, sondern Evolutionsprojekte

Wird 3. Dezember 2025 um 18:00 veröffentlicht

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Wenn Ruhe Stress auslöst

© 2025 Lisa Widerek · Charme & Chaos · Manche Menschen entspannen in der Stille. Mein Nervensystem dagegen spannt sich an, sobald die Welt leise wird. Dieser Text erzählt, warum „zur Ruhe kommen“ für neurodivergente Menschen nicht das ist, was viele denken – und warum Regulation oft nicht über Entspannung funktioniert, sondern über Struktur, Geschwindigkeit und klare Reize.

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Warum mein Zuhause lauter wurde, als mein Kopf ruhiger wurde

© 2025 Lisa Widerek · Charme & Chaos · Manchmal sieht ein Raum nur für andere ordentlich aus – für mich fühlt er sich trotzdem überfrachtet an. Seit meine ADHS-Medikation wirkt, hat sich etwas verändert: Nicht mein Zuhause, sondern meine Wahrnehmung. Und plötzlich merke ich, dass ich in Räumen lebe, die damals mein ADHS gebaut hat – und in denen heute mein autistisches Gehirn um Ruhe bittet.

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Anders – aber nicht mehr zu viel

© 2025 Lisa Widerek · Charme & Chaos · „Anders“ zu sein bedeutet nicht, falsch zu sein. In diesem Text erzähle ich, wie ich aufgehört habe, mich für meine Eigenheiten zu schämen – und stattdessen Frieden mit mir gefunden habe. Über Neurodivergenz, Selbstakzeptanz und die Freiheit, nicht mehr zu viel zu sein.

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Verstehen ohne Worte – der Autdar: Warum manche Autist:innen einander intuitiv erkennen

© 2025 Lisa Widerek • Manche Begegnungen fühlen sich sofort richtig an – tief, vertraut, unaussprechlich stimmig. Dieser Beitrag erzählt von einem Phänomen, das viele autistische Menschen kennen: dem Autdar – einer Art intuitivem Radar, mit dem sie einander erkennen, oft ohne Worte. Was dahintersteckt, wie sich solche Verbindungen anfühlen und warum sie so besonders sind, erfährst du hier – persönlich, ehrlich und mit viel Feingefühl.

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Komorbiditäten bei Autismus – Wenn Reizverarbeitung nicht nur im Kopf passiert

© 2025 Lisa Widerek · Viele autistische Menschen kennen das Gefühl, dass der eigene Körper nicht einfach nur „funktioniert“ – sondern mitreagiert, mitschwingt, mitkämpft. Dieser Artikel gibt dir einen tiefen Einblick in die körperlichen Begleiterscheinungen, die oft übersehen werden – aber zentral für das Verständnis von Autismus sind. Für alle, die ahnen: Das ist mehr als „nur Psyche“.

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Über mich

Ich bin FliWi – Expertin für Gedankenstürme, Improvisationskünstlerin im Alltag und Vollzeit-Gefühlsmensch mit Glitzer im Herzen. Autistisch, ADHS (mit dem charmanten PDA-Profil), hochbegabt, hochsensibel – aber vor allem: echt.
Echt müde, echt leidenschaftlich, echt wütend, echt verliebt. Und manchmal alles gleichzeitig.

Hier auf diesem Blog erzähle ich meine Geschichte – die nicht immer schön war, aber dafür ehrlich.
Ich schreibe über das, was in mir tobt und was mich heilt. Über Strukturen, die mir helfen. Über Emotionen, die mich überrollen. Über Beziehungen, die mich fordern. Und über die kleinen Dinge, die das Chaos zum Funkeln bringen.

Ich glaube nicht an Perfektion.
Ich glaube an Echtheit.
Und daran, dass selbst mitten im größten Sturm noch Glitzer auf dem Boden liegen kann – man muss nur hinschauen.

Wenn das eigene Kindsein einem Feindbild gleicht

Ich war das liebe, höfliche Kind – draußen. In der Schule, bei Bekannten, bei fremden Erwachsenen. Ich war das Mädchen, das man lobte für ihre Sprache, ihre Fantasie, ihre Art. Nur zu Hause war ich „furchtbar“. Dort, wo der Druck abfiel. Wo keine Maske halten musste. Dort wurde ich zur wandelnden Eskalation. So jedenfalls wurde ich oft erlebt.

Meine Mutter hatte ein Kind, das nach außen wirkte wie ein Vorzeigeengel – und sich zu Hause verhielt wie ein rebellischer Dämon. Für mich fühlte sich das nicht wie Rebellion an. Es fühlte sich an wie… Überleben.

PDA – das Pathological Demand Avoidance Syndrom – erklärt vieles davon. Ich konnte nicht anders. Sobald Erwartungen im Raum standen, war da diese unsichtbare Wand, dieser Kampfreflex. Ich hatte keine Worte dafür, keine Diagnose, keine Hilfe. Nur die Erfahrung: Ich bin irgendwie falsch.

Ich dachte schon früh, ich sei ein böser Mensch. Nicht, weil ich es wollte – sondern weil ich so oft hörte, dass ich „zu anstrengend“, „nicht auszuhalten“ sei. Ich wusste nicht, dass mein Verhalten ein Ausdruck von Überforderung war. Dass mein ständiges Nein ein Ja zu mir selbst sein wollte – nur ohne Sprache, ohne Schutz, ohne Anerkennung.

In der Grundschule hatte ich noch gute Noten. Ich wollte gefallen. Wollte dazugehören. Aber je mehr das Leben von mir verlangte, desto weniger konnte ich liefern. Ich war nicht pünktlich. Ich war nicht konstant. Ich war nicht das, was man sich von einem funktionierenden Kind erhofft. Und ich habe mich dafür gehasst.

Weil niemand wusste, was mit mir los war. Weil ich selbst geglaubt habe, das Problem sei mein Charakter. Mein Trotz. Mein Wesen. Nicht mein Nervensystem, nicht mein unentdeckter Autismus.

Und trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen meine Anpassung Risse bekam. Besonders auf dem Gymnasium. Ich eckte an – nicht aus Prinzip, sondern weil ich es nicht aushielt, still zu bleiben. Wenn ich fand, dass ein Lehrer ungerecht war, sagte ich es. Wenn eine Aufgabe sinnlos erschien, machte ich sie nicht. Ich war laut in meiner Ablehnung, unbequem in meiner Ehrlichkeit – und oft zu direkt für ein System, das lieber Ruhe als Wahrheit wollte.

Sie nannten es Verweigerungshaltung. Ich nannte es: Ich kann das nicht anders.

Ich erinnere mich an Gedanken wie: „Ich wünschte, ich wäre nicht mehr da.“ Nicht aus echter Todessehnsucht. Sondern weil ich das Gefühl hatte, keinen Platz zu haben – nicht mal in mir selbst.

Und heute? Heute bin ich selbst Mutter. Neurodivergent. Und mein Kind ist wie ich – nur mit einem Namen für das, was früher namenlos war. PDA.

Und ich merke, wie schwer es trotzdem ist. Wie oft ich an meine Grenzen stoße. Wie oft ich verstehe, warum meine Mutter überfordert war. Und wie sehr ich weiß: Hätte ich keine Diagnose für mein Kind – ich würde vermutlich genau dasselbe denken wie sie damals.

Dass es mich fertig macht. Dass es doch gar nicht so schlimm ist. Dass ich nicht mehr kann.

Und deshalb bin ich nicht nur wütend auf das, was mir gefehlt hat. Ich bin auch traurig darüber, wie viele Mütter und Väter bis heute ohne Erklärung, ohne Begriff, ohne Hilfe bleiben. Und wie viele Kinder sich weiter für ihre Regulation entschuldigen müssen.

Heute weiß ich: Ich war kein Dämon. Ich war ein Kind. Und ich habe mein Bestes gegeben.

Und ich tue es immer noch.

Willkommen in meinem Kopf.
Willkommen in meiner Welt.
Willkommen bei Charme& Chaos...Echtjetzt?