Zwischen Kopf und Herz: Mein Weg zum inneren Kind – neurodivergent & realistisch

Veröffentlicht am 12. November 2025 um 18:00

© 2025 Lisa Widerek · Charme & Chaos · Manchmal habe ich das Gefühl, ich stehe schon direkt vor der Tür zu meinem inneren Kind – und trotzdem finde ich den Schlüssel nicht. Manchmal ist da dieser „Aha!“-Effekt – und dann ist da plötzlich wieder Nebel.

Ich kann mein inneres Kind (noch) nicht sehen – und genau da beginnt Heilung

 

An manchen Tagen fühle ich, ich stehe kurz davor, etwas ganz Entscheidendes zu begreifen.
Ich schreibe, reflektiere, erkenne Zusammenhänge, fühle mich fast angekommen – und dann kommt diese Mauer.
Ein inneres Nichts.
Kein Bild, kein Gefühl, kein Zugang.
Ich weiß, dass da etwas ist, aber ich sehe es nicht.

Alle reden von „innerer-Kind-Arbeit“, von Visualisierung, von dem Moment, in dem man das kleine Ich in den Arm nimmt.
Aber ganz ehrlich?
Ich kann mir das nicht vorstellen.
Nicht, weil ich nicht will – sondern weil es mir widerstrebt.
Wenn ich versuche, dieses Kind zu sehen, ist da nur Nebel.
Manchmal sogar Wut.
Ein leises: „Lass mich in Ruhe.“

Ich erinnere mich kaum an meine Kindheit.
Nur an Fotos, auf denen ich lache.
Ein kleines Mädchen mit viel Energie, neugierig, lebendig.
Und dann der Bruch.
Die Jahre, in denen ich auf Bildern nur noch genervt aussehe, zynisch, sarkastisch, als würde ich der Welt trotzen.
Vielleicht war das schon der Anfang von dem, was ich heute „Widerstand“ nenne.

Ich weiß, dass vieles von dem, was ich heute fühle, alt ist.
Dass meine Angst, die Kinder zu verlieren, mein Bedürfnis nach Sicherheit, mein Misstrauen gegenüber Autoritäten – dass all das nicht nur im Jetzt entstanden ist.
Aber es fühlt sich trotzdem so real an.
Und manchmal frage ich mich, ob ich diese Angst wirklich aufarbeite – oder ob ich sie einfach nur besser erklären kann.

Es gibt Tage, an denen ich glaube, ich habe den Schlüssel gefunden.
Ich spüre Nähe zu mir selbst, erkenne alte Muster, finde Worte für das, was mich lange ohnmächtig gemacht hat.
Dann schreibe ich Texte, in denen ich diese Klarheit spüre.
In denen ich das Gefühl habe: Jetzt hab ich’s.
Und kaum später bin ich wieder in diesem Nebel, in dieser Enge im Hals, in diesem Kopf, der sich zusammenzieht, wenn ich mich erinnere.

Vielleicht ist das der Punkt:
Ich erlebe Heilung im Wechselspiel.
Zwischen Durchbruch und Rückzug, zwischen Zugang und Blockade.
Manchmal denke ich, ich bin schon weit.
Und manchmal denke ich, ich fange wieder bei null an.

Aber genau darin liegt vielleicht die Wahrheit.
Ich muss mein inneres Kind nicht sehen, um ihm gerecht zu werden.
Ich muss es nicht fühlen, um es zu respektieren.
Ich kann es auch schützen, indem ich einfach anerkenne, dass es noch nicht bereit ist, sichtbar zu sein.

Ich glaube, dass dieses Kind in mir längst weiß, dass ich da bin – auch wenn wir uns noch nicht ansehen können.
So wie meine eigenen Kinder wissen, dass ich da bin, selbst wenn sie mich gerade nicht erreichen.
Vielleicht ist das der leise Beginn:
Nicht die große emotionale Umarmung, sondern die nüchterne, erwachsene Haltung, die sagt: „Ich bleibe.“

Ich weiß, dass ich irgendwann einen Weg finden werde, diesem Kind zu begegnen.
Aber bis dahin ist mein Weg eben das, was ich am besten kann:
Beobachten. Reflektieren. Schreiben.
Und zulassen, dass Heilung auch bedeutet, nicht immer Zugang zu haben.

Vielleicht ist das gar kein Scheitern.
Vielleicht ist das der Beweis, dass ich mich nicht mehr verliere, nur weil ich nichts fühle.
Dass ich bleibe – auch, wenn da Nebel ist.

Und vielleicht, ganz vielleicht, ist das die sanfteste Form von Liebe, die ich mir gerade geben kann.

 


Wie ich langsam lerne, alte Reaktionen von neuen zu unterscheiden

 

Manchmal passiert es mitten im Alltag.
Ein Geräusch. Ein Satz. Ein Blick.
Und plötzlich zieht sich alles in mir zusammen, als wäre ich wieder fünf – oder fünfzehn – oder einfach nur klein.
Ich weiß nicht, welche Erinnerung das triggert. Ich weiß nur, dass es sich nicht nach Jetzt anfühlt.

„Beruhig dich doch mal.“
„Das bildest du dir ein.“
„Du übertreibst.“
Diese Sätze wohnen tief in mir.
Sie tauchen auf, wenn ich weine, wenn ich Angst habe, wenn ich auf Ungerechtigkeit reagiere.
Und jedes Mal denke ich: Oh. Da ist es wieder. Dieses alte Echo.

Ich lerne langsam, zu unterscheiden.
Zwischen dem, was gerade passiert – und dem, was mein Körper glaubt, dass passiert.
Zwischen einem echten Risiko – und einer Erinnerung an Risiko.
Zwischen meiner erwachsenen Wahrnehmung – und dem Alarm meines Nervensystems, das noch im alten Film steckt.

Früher habe ich mich dafür geschämt.
Ich dachte, ich sei instabil, hysterisch, zu empfindlich.
Aber heute sehe ich: Mein Körper ist nicht überempfindlich.
Er ist übertrainiert.
Er hat zu oft gelernt, Gefahr zu spüren, wo Sicherheit sein sollte.

Wenn ich also heute merke, dass mein Herz rast oder meine Brust eng wird, frage ich mich nicht mehr: Was stimmt nicht mit mir?
Ich frage:
„Wie alt fühle ich mich gerade?“

Manchmal ist die Antwort: Zwölf.
Manchmal: Sechsundzwanzig, mit dem ersten Baby allein.
Und manchmal weiß ich es nicht – und das ist okay.

Ich muss nicht jedes Gefühl analysieren.
Aber ich darf jedes Gefühl ernst nehmen.
Ich darf sagen: „Ich bin getriggert.“ – ohne mich dafür zu entschuldigen.
Ich darf merken, dass ich fliehen will, ohne es zu tun.
Ich darf fühlen, ohne mich zu verurteilen.

Ich beginne, kleine Unterschiede wahrzunehmen:
Wenn ich heute Angst habe, kann ich gleichzeitig denken.
Wenn ich damals Angst hatte, konnte ich das nicht.
Ich konnte nur reagieren.
Heute kann ich atmen. Ich kann beobachten. Ich kann bleiben.

Das ist der Unterschied zwischen damals und heute.
Damals war ich ausgeliefert.
Heute bin ich handlungsfähig – auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt.

Ich muss nicht cool bleiben. Ich muss nur bewusst bleiben.
Das ist die neue Regel, die ich mir gebe.
Ich darf zittern und trotzdem klar denken.
Ich darf wütend sein und trotzdem freundlich bleiben.
Ich darf mich schützen, ohne Mauern zu bauen.

Und manchmal, wenn ich in einem Gespräch merke, dass ich innerlich schreie, aber äußerlich still bin, sage ich mir leise:
„Das bist nicht du im Jetzt. Das ist dein altes System, das gerade Alarm schlägt.“

Ich weiß nicht, ob das schon Heilung ist.
Aber es ist Bewegung.
Es ist das leise Neusortieren zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Manchmal bedeutet Heilung nicht, das Alte loszulassen, sondern es zu erkennen, wenn es sich wieder zeigt – und diesmal nicht in Panik zu geraten.
Manchmal bedeutet Heilung, im Jetzt zu bleiben, auch wenn der Körper flüstert: „Renn.“

Ich weiß, dass ich das nicht immer kann.
Aber immer öfter.
Und jedes Mal, wenn ich es merke, spüre ich:
Ich bin nicht mehr das Kind, das reagieren muss. Ich bin die Erwachsene, die verstehen darf.

 


Wie ich meine Angst halte, ohne sie zu verharmlosen

 

Es gibt Ängste, die man nicht wegatmen kann.
Sie sitzen tiefer.
Sie gehören zu der Art von Liebe, die so groß ist, dass sie wehtut.
Die Liebe zu den eigenen Kindern ist so eine.

Ich habe gelernt, dass meine größte Angst nicht vor mir selbst kommt, sondern aus dem Blick auf meine Kinder.
Nicht, weil sie schwach wären.
Sondern weil ich weiß, wie sich Schmerz anfühlt – und ich ihn ihnen am liebsten ersparen würde.

Aber niemand hat mir je gesagt, dass das das Schwerste am Muttersein ist:
Zuzusehen, wie die Kinder Schmerz empfinden – und nichts dagegen tun zu können.
Zu wissen, dass sie fallen werden, enttäuscht werden, weinen, zweifeln.
Und dass meine Aufgabe nicht darin besteht, das zu verhindern,
sondern ihnen zu zeigen, wie man wieder aufsteht.

Ich kann sie nicht vor allem beschützen.
Wenn ich das versuchen würde, würde ich ihnen das Leben nehmen, noch bevor es beginnt.
Ich kann sie nur ausstatten – mit Vertrauen, mit Mitgefühl, mit innerer Stärke.
Mit der Gewissheit, dass sie nie allein sind, auch wenn sie sich manchmal so fühlen.

Ich denke oft an das Beispiel, das ich manchmal anderen erkläre:
Ein Kind, das Fahrradfahren lernen soll, darf man nicht davor beschützen, hinzufallen.
Sonst lernt es nie das Gleichgewicht.
Man kann nebenherlaufen, auffangen, trösten, aber man kann nicht an seiner Stelle fahren.
Sonst wird das Kind nie wissen, wie sich Freiheit anfühlt.

Und genauso ist es mit dem Leben.
Ich kann nicht verhindern, dass meine Kinder Schmerz erfahren.
Aber ich kann ihnen das Handwerkszeug geben, damit sie ihn verstehen.
Ich kann ihnen beibringen, dass Schmerz nichts Böses ist – sondern ein Signal.
Ein Hinweis, dass etwas gesehen werden will.

Das ist die Aufgabe eines Erwachsenen: nicht Schmerz zu vermeiden, sondern Sinn darin zu finden.
Und manchmal bedeutet das, dass ich mich selbst daran erinnere.

Denn meine Angst, sie zu verlieren, meine Wut auf Ungerechtigkeit, mein Misstrauen gegenüber Systemen – all das sind alte Reaktionen.
Ich weiß, woher sie kommen.
Ich habe gelernt, sie zu halten, ohne sie an meine Kinder weiterzugeben.
Das ist nicht immer leicht.
Manchmal rutscht mir doch ein Satz raus, manchmal merkt man mir die Anspannung an.
Aber ich erkläre ihnen dann, was passiert.
Ich sage: „Mama ist gerade traurig, aber du bist nicht schuld.“
Oder: „Ich hab gerade Angst, aber die gehört zu mir, nicht zu dir.“

Früher hätte ich solche Momente versteckt.
Heute sehe ich sie als Chance.
Weil meine Kinder so lernen, dass auch Erwachsene Fehler machen dürfen –
und dass Gefühle nichts sind, wovor man sich schämen muss.

Ich will, dass sie wissen, dass ich sie nicht retten kann –
aber dass ich bleibe, während sie lernen, sich selbst zu retten.
Dass ich sie halte, ohne sie festzuhalten.
Dass ich ihnen Sicherheit gebe, ohne ihnen den Mut zu nehmen, Risiken einzugehen.

Ich habe verstanden, dass ich meine Angst nicht bekämpfen muss, um eine gute Mutter zu sein.
Ich muss sie nur in den Arm nehmen, bevor sie meine Kinder erreicht.
Ich muss sie erkennen, benennen und einordnen – als Teil von mir, nicht von ihnen.

Manchmal gelingt mir das gut.
Manchmal gar nicht.
Aber jedes Mal, wenn ich merke, dass ich aus Angst handeln will, halte ich kurz inne.
Ich erinnere mich daran, dass meine Kinder nicht dieselben Fehler erleben müssen, um zu wachsen.
Sie brauchen nicht meine Kontrolle – sie brauchen mein Vertrauen.

Und vielleicht ist das die höchste Form von Liebe: loslassen, ohne aufzugeben.
Da sein, ohne zu überfahren.
Begleiten, ohne zu lenken.

Ich kann ihnen nicht alle Stürze ersparen.
Aber ich kann ihnen zeigen, wie man aufsteht, das Pflaster klebt, tief durchatmet –
und weiterfährt.

 


Theorien, Wege und warum mein Zugang ein anderer ist

 

Die Theorie vom „inneren Kind“ ist kein esoterisches Konzept – sie stammt ursprünglich aus der Psychologie.
Schon in den 1950er-Jahren sprach Carl Gustav Jung von kindlichen Anteilen im Unbewussten, die unsere Wahrnehmung prägen.
Später entwickelten John Bradshaw, Alice Miller und andere Therapeuten daraus die Idee, dass jeder Mensch eine Art inneres Abbild seiner Kindheit in sich trägt – die Summe aus Gefühlen, Erfahrungen und unaufgelösten Bedürfnissen.

Das „innere Kind“ ist also kein echtes Wesen, sondern ein Symbol für das emotionale Gedächtnis – für das, was in uns lebt, auch wenn wir längst erwachsen sind.
Wenn wir als Erwachsene überreagieren, uns schämen, klammern, kontrollieren oder uns hilflos fühlen, dann reagiert oft dieser alte Anteil.

Theoretisch klingt das logisch.
Aber praktisch ist es für viele – besonders für viele neurodivergente Menschen – schwer greifbar.
Wenn wir nicht über Bilder denken, sondern über Worte.
Weil unsere Wahrnehmung nicht linear, sondern vernetzt ist.
Weil wir oft wissen, was wir fühlen, bevor wir fühlen, was wir wissen.

Ich kann mit Konzepten, Mustern und Analysen arbeiten – aber Visualisierung?
Das ist, als würde man von mir verlangen, den Geruch einer Erinnerung zu malen.
Ich kann beschreiben, erklären, rekonstruieren – aber nicht einfach „sehen“.
Und wenn alle sagen: „Stell dir dein inneres Kind vor, nimm es in den Arm“,
dann denke ich: Wie denn? Wo denn? Mit welcher Datei soll ich das öffnen?

Das hat nichts mit Verdrängung zu tun.
Es hat mit Neurodivergenz zu tun.
Mit einer weit verbreiteten anderen Art, Emotion zu verarbeiten.
Mit verbal processing, also der Fähigkeit (oder Notwendigkeit), Emotionen erst über Sprache und Gedanken zu begreifen, bevor sie spürbar werden.
Ich kann über Gefühle schreiben, lange bevor ich sie tatsächlich fühle.
Das Schreiben ist mein Zugang – mein Ersatz für die Visualisierung.

Manche Menschen malen ihr inneres Kind, andere meditieren, wieder andere tanzen oder arbeiten mit Symbolen.
Ich schreibe.
Ich spreche.
Ich sortiere.
Ich benenne, bis aus Chaos Struktur wird.
Und manchmal entsteht aus diesen Worten etwas, das sich plötzlich lebendig anfühlt – als hätte ich mein inneres Kind doch kurz berührt, nur eben mit Buchstaben statt mit Armen.

Ich habe gelernt, dass es viele Wege gibt, an dieses innere Kind heranzukommen:

  • Über Erinnerung: indem man bewusst an prägende Situationen denkt und sich fragt, was man damals gebraucht hätte.
  • Über Körperreaktionen: wenn Enge, Zittern oder Atemnot auftauchen – und man sie als Botschaft versteht, nicht als Störung.
  • Über Beziehung: wenn ein Mensch etwas in uns auslöst, was größer ist als die Situation selbst.
  • Über Ausdruck: Schreiben, Musik, Kreativität – jede Form, die erlaubt, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Ich gehe diesen Weg langsam.
Nicht mit geschlossenen Augen, sondern mit offenen.
Nicht mit einer Hand, die sich nach innen streckt, sondern mit einem Stift, der Worte sucht.
Und vielleicht ist das genauso richtig.

Denn Heilung ist nicht an eine Methode gebunden.
Sie braucht nur Ehrlichkeit – und die Bereitschaft, dazubleiben, wenn nichts passiert.

Ich werde weiterforschen.
Mich tiefer mit dieser Theorie beschäftigen, um herauszufinden, welcher Teil davon mich betrifft – und welcher vielleicht eine neue Sprache braucht, wenn man neurodivergent ist.
Ich will verstehen, wie innere-Kind-Arbeit aussieht, wenn man in Systemen denkt, wenn man Gefühle erst dekodieren muss, bevor man sie erlebt.
Vielleicht schreibe ich eines Tages den Satz: „Ich habe sie gesehen – die Kleine in mir.“
Aber bis dahin ist jeder Schritt, jeder Gedanke, jede Beobachtung ein kleines Stück Nähe.
Und vielleicht reicht das im Moment schon.

Ich glaube, mein inneres Kind braucht nicht, dass ich es sehe.
Es braucht nur, dass ich endlich an es glaube.

 


 

In der nächsten Folge dieser Reihe gehe ich der Frage nach, wie man an den Kern kommt – wenn man ihn rational erkennt, aber emotional noch nicht erreicht.
Wie man Schritt für Schritt lernt, den eigenen Schutz zu verstehen, statt ihn zu brechen.

 

Vielleicht erkennst du dich in diesem Gefühl wieder – zwischen Verstehen und Fühlen, zwischen Kopf und Herz.
Dann bleib dran. Lies weiter. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie Nähe zu uns selbst entsteht, selbst wenn wir sie noch nicht spüren.

Herzlich,

FliWi

 


 

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